Sandro Pittalis als CEO von vountain steht der Moderatorin Christiane Stein Rede und Antwort und erläutert vountain’s Ansatz der Nutzung der Blockchaintechnologie am Beispiel der Tokenisierung des Stradivari Cellos „Barjansky“
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Wie Blockchain der Kunst ihren Ursprung zurückgibt – ein Gespräch mit Sandro Pittalis
Was haben eine Stradivari aus dem 17. Jahrhundert, ein seltener Oldtimer und ein Kunstwerk gemeinsam? Sie alle sind echte Werte – aber bislang schwer greifbar, schwer belegbar, schwer handelbar. Noch.
Denn mit Blockchain-Technologie beginnt ein Paradigmenwechsel. Und Sandro Pittalis, Gründer von vountain, ist mittendrin. In einem Videointerview spricht er über die Vision, Real World Assets wie Streichinstrumente, Kunstwerke oder Classic Cars mit digitalen Produktpässen zu versehen – fälschungssicher, transparent, und dennoch diskret.
Die Vision: Tokenisierung mit Tiefe
Was vountain macht, ist mehr als ein technischer Dienst. Es geht um die digitale Veredelung realer Werte. Jedes Objekt erhält eine Art digitalen Fingerabdruck – ein Produktpass, der seine Echtheit, seine Historie und seine Nutzung dokumentiert: von der dendrochronologischen Holzringanalyse bis zum letzten Konzert, bei dem die Violine erklang.
So entsteht eine Datentiefe, die nicht nur Käuferinnen, Versicherungen und Stiftungen überzeugt – sondern auch den Eigentümerinnen selbst Sicherheit gibt. Nicht um zu verkaufen, sondern um zu bewahren. Denn viele Kunden von vountain sind Stiftungen oder Sammler, für die es um Nachlassplanung, kulturelles Erbe und Integrität geht – nicht um schnelle Liquidität.
Warum Blockchain? Und warum jetzt?
Die Blockchain-Technologie macht die Herkunft eines Assets erstmals wirklich überprüfbar – und zwar dezentral, fälschungssicher, in Echtzeit. Jeder neue Datenpunkt – etwa eine Reparatur – wird mit Zustimmung des Eigentümers über eine eigene DApp eingetragen und validiert. Der resultierende Produktpass kann auf Plattformen wie OpenSea eingesehen werden – mit abgestuften Zugriffsrechten. Die Eigentümer*innen behalten jederzeit die Kontrolle darüber, was öffentlich sichtbar ist.
Von Stradivari zu Classic Cars
vountain begann mit historischen Streichinstrumenten, expandiert aber längst in weitere Bereiche: Kunstwerke, Premiumfahrzeuge, Yachten, Patentrechte – ja sogar Zuchtpferde. Die Tokenisierung ist dabei kein Selbstzweck. Sie schafft einen Rahmen, in dem diese besonderen Güter sinnvoll dokumentiert, gepflegt und – wenn gewünscht – auch vererbt oder übertragen werden können. Ohne Intransparenz, ohne spekulative Schatten.
Sandros Blick in die Zukunft
Im Interview spricht Sandro auch über die Herausforderungen: Traditionalisten, die an Intransparenz verdienen, rechtliche Rahmenbedingungen, fehlende Standards. Doch sein Fazit ist klar: Die Zukunft gehört denen, die Vertrauen schaffen – mit validierten Daten, echter Expertise und technologischer Weitsicht. In zehn Jahren, so seine Vision, werden Real World Assets ein selbstverständlicher Teil digitaler Kapitalmärkte sein.
Fazit
vountain schafft etwas, das selten geworden ist: Vertrauen in eine zunehmend digitale Welt. Durch Klarheit, Tiefe und ein echtes Verständnis für den emotionalen und kulturellen Wert besonderer Gegenstände.